Sorgerecht

Sorgeerklärung
Sofern Sie als Eltern eines Kindes nicht miteinander verheiratet sind, hat die Mutter mit der Geburt des Kindes kraft Gesetz das alleinige Sorgerecht. Falls Sie die elterliche Sorge für Ihr Kind gemeinsam ausüben wollen, können Sie dies mit einer entsprechenden Sorgeerklärung festlegen, die Sie beim Jugendamt oder einem Notar beurkunden lassen müssen.

Besonderer Hinweis: Diese Maßnahme ist auch bereits vor der Geburt des Kindes möglich.

Diese Sorgeerklärung kann nicht widerrufen werden. Sollte es zu einem späteren Zeitpunkt Streit um das Sorgerecht geben, kann es nur durch eine gerichtliche Entscheidung auf Antrag eines Elternteiles abgeändert werden.

Negativbescheinigung
Grundsätzlich haben verheiratete Eltern das gemeinsame Sorgerecht. Auch bei einer Trennung oder Scheidung ändert sich dies nur, wenn auf Antrag eines Elternteiles die elterliche Sorge durch Gerichtsentscheidung auf ein Elternteil beschränkt wird.

Mit einer Negativbescheinigung kann die Mutter nachweisen, dass Sie das alleinige Sorgerecht für das betreffende Kind hat. Ihr wird bestätigt, dass zum Zeitpunkt der Ausstellung keine übereinstimmende Sorgeerklärung der Eltern vorliegt.

Ansprechpartner ist das Jugendamt am Geburtsort Ihres Kindes.

Voraussetzungen

Die Eltern bzw. die Mutter des Kindes. Bei der gemeinsamen Sorgeerklärung müssen beide Elternteile anwesend sein. Dazu sollte vorab mit den zuständigen Mitarbeitern im Jugendamt ein Temrin vereinbart werden.

Erforderliche Unterlagen
  • Personalausweis
  • Geburtsurkunde des Kindes (oder Mutterpass)
Kosten

Für die Beratung im Jugendamt entstehen keine Kosten.

Kontakt & Ansprechpartner

Janine Thüs
Abteilung: Beistandschaften / Jugendhilfe / Tagesbetreuung / Verwaltung
Telefon: 0 28 22 / 75-14 34
E-Mail: Janine.Thues@stadt-emmerich.de